Ausbildung in Six Sigma, Lean- und Agilitätsmanagement
in Verbindung mit einer
Ausbildung in systemischer Beratung:
Basiskompetenzen in Theorie und Praxis

Das INeKO bietet insbesondere für Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung ein neues, innovatives Ausbildungskonzept im Qualitätsmanagement an.

Die Ausbildung ist berufsbegleitend organisiert und findet überwiegend am Wochenende statt.

Zwei eigenständige Ausbildungen werden in einer innovativen, aufeinander abgestimmten und integrierten Ausbildungskonzeption für zukünftige Systemische Qualitätsmanager_innen angeboten:

Ausbildung im Six Sigma -, Lean- und Agilitätsmanagement und
Ausbildung in Systemischer Beratung

In dieser Ausbildung werden 2 Welten (die Systemische Beratung und das Qualitätsmanagement (Six Sigma Qualitätsmanagement, Lean Management, Agilitätsmanagement) zusammengeführt. Beide Vorgehensweisen haben in den Bereichen von Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung in den vergangenen Jahrzehnten jeweils eigenständig große Erfolge verzeichnet.

Dabei umfasst unsere Ausbildung im Qualitätsmanagement nicht nur die Qualifikation zum Six Sigma Green Belt, sondern auch darüber hinaus eine Qualifikation im Lean- sowie dem Agilitäts-Management.

Durch diese Kombination von drei unterschiedlichen Zugängen zum Qualitätsmanagement sollen die Absolventen_innen eine besonders breit angelegte, flexible und aktuelle Qualifikation für die unterschiedlichen Aspekte des Qualitätsmanagements erhalten.

Da auch die beste Qualifikation im Bereich Qualitätsmanagement ihre Wirksamkeit vor allem dann entfalten kann, wenn die entsprechend qualifizierten Fachleute auch in der Lage sind, ihr Wissen überzeugend in Firmen und Organisationen einzubringen, wird das Qualitätsmanagement in Verbindung mit systemischer Beratung angeboten.

Von unserem Institut werden daher die Ausbildung in Systemischer Beratung und die Ausbildung in Six Sigma in einem integrierten Ausbildungsgang angeboten. Denn wir sind der Überzeugung, dass ein solcher integrativer Ansatz die von uns zertifizierten Fachleute mit qualitativ besonders hochwertigen Kompetenzen für den betrieblichen Alltag ausstattet.

Die beiden Ausbildungsteile können allerdings auch getrennt gebucht werden. Unabhängig von der Buchung werden sie sowohl eigenständig wie auch als integrierte Gesamtausbildung zertifiziert:

Systemische Beratung hat den zertifizierten Abschluss:
„Ausbildung in systemischer Beratung:
Basiskompetenzen in systemischer Theorie und Praxis“

+
Die Ausbildung im Qualitätsmanagement hat den zertifizierten Abschluss:
„Geprüfte(r) Qualitätsmmanager_in:
Six Sigma Green Belt, Lean Management und Agilitäts Management“

=
Der Abschluss der integrierten Gesamtausbildung wird zertifiziert mit:
Geprüfte(r) Systemische(r) Qualitätsmanager(in)

Integrative Ausbildungskonzeption?

Bei allen Maßnahmen der Organisationsentwicklung:
Ob es um die Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems, um Organisationsentwicklung oder Fusionsprozesse geht, immer ist das Gelingen solcher Maßnahmen davon abhängig, wie diese Maßnahmen von den Mitarbeitern in den Abteilungen, Unterabteilungen und Teams aufgenommen und interpretiert werden. Hier ist entscheidend, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gruppen, die für den Einzelnen wichtig sind, im Hinblick auf die neuen Maßnahmen beeinflusst werden.

Deshalb ist die systemische Perspektive so wichtig:

Systemisches Denken, berücksichtigt, dass Menschen sich in Ihrem Verhalten, aber auch in Ihrem Denken und Fühlen ganz ausgeprägt an ihrer jeweiligen sozialen Bezugsgruppe orientieren, also dem sozialen System dem sie sich zugehörig fühlen. Systemisches Denken, systemische Modelle und Theorien erleichtern es, die sozialen Prozesse, die in kleinen und großen Gruppen, in Abteilungen und Organisationen, also in umfassenden sozialen Systemen und in sozialen Subsystemen ablaufen, besser zu verstehen und im Sinne der geplanten Maßnahmen günstig zu beeinflussen. Da der Erfolg aller angestrebten betrieblichen Verbesserungsmaßnahmen letztlich also wesentlich davon abhängt, ob die jeweils betroffenen sozialen Systeme und Subsysteme, und damit die Mitglieder dieser Systeme, von der Fachfrau oder vom Fachmann, für die Unterstützung der Einführung des Qualitätsmanagements oder für andere Maßnahmen der Organisationsentwicklung gewonnen werden können, sind Basiskompetenzen in systemischer Theorie und Praxis nicht nur eine Schlüsselqualifikation für alle Führungskräfte.Sie sind genauso wichtig für Qualitätsmanager_innen, die die Aufgabe haben, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen. Hinzu kommt, dass auch bereits vor der Einführung eines QM-Systems systemisches Denken geeignet ist, neben allen technischen Aspekten, die Notwendigkeiten und Möglichkeiten von QM-Maßnahmen auf sozialer Ebene zu erkennen sowie soziale Ressourcen, die durch ein QMS System erschlossen werden können, zu identifizieren.zurück nach oben

Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht nur sehr sinnvoll sondern geradezu notwendig, die beiden hier vorgestellten Ausbildungsangebote in einem integrierten Ansatz gemeinsam anzubieten, der den Absolventen/-innen durch diese Kombination einen bedeutsamen inhaltlichen Mehrwert in den durch die beiden Ausbildungen erworbenen Kompetenzen ermöglicht.
Dennoch können beide Ausbildungsteile (s. o.) auch getrennt gebucht werden.

Der Abschluss der integrierten Ausbildung wird zertifiziert mit:

Geprüfte(r) Systemische(r) Qualitätsmanager(in)
7450,-- €
bei Buchung der integrierten Gesamtausbildung bereits zu Beginn unter Nuzung des Frübucherrabats
Endpreis 6500,-- € (19 Ausbildungstage).

=

in der Qualitätsmanagement Ausbildung lautet der zertifizierte Abschluss:
„Geprüfte(r) Qualitätsmmanager_in:
Six Sigma Green Belt, Lean Management und Agilitäts Management“.

5250,-- € bei Einzelbuchung (13 Ausbildungstage)
Endpreis: 4725,-- € nach Abzug von 10% Frühbucherrabatt (525.-)

+

Die Ausbildung in Systemische Beratung hat den zertifizierten Abschluss:
"Systemische Beratung:
Basiskompetenzen in systemischer Theorie und Praxis"

2200,-- € bei Einzelbuchung (6 Ausbildungstage)
Endpreis : 1980,-- € nach Abzug von 10% Frühbucherrabatt (220,-)

Summe der Einzelpreise bei Einzelbuchung der beiden Ausbildungen
ohne den Abzug von Frühbucherrabatten,

Endpreis 7450,-- € (19 Ausbildungstage)

Bei Einzelbuchung unter Nutzung der Frühbucherrabatte

Endpreis: 6705,-- €

Bei Buchung der integrierten Gesamtausbildung bereits zu Beginn wird ein zusätzlicher Rabatt von 205 € gewährt:

Endpreis 6500;-- €

Alle Preise sind Komplettpreise (Mehrwertsteuerbefreiung (nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG)). Weitere Kosten wie Prüfungsgebühren und Ähnliches werden nicht in Rechnung gestellt.


Die integrierte Gesamtausbildung umfasst 19 Ausbildungstage jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr. Davon entfallen auf die Ausbildung im Qualitätsmanagement 13 und auf die Ausbildung in systemischer Beratung 6 Ausbildungtage.

Im nächsten Abschnitt wird zunächst die Ausbildung in den Basiskompetenzen systemischer Beratung und sodann die Ausbildung im Qualitätsmanagement dargestellt. Im letzten Teil wird noch einmal auf den inhaltlichen Mehrwert, der durch die Integration der beiden Ausbildungen erreicht werden kann, eingegangen.

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Ausbildung in systemischer Beratung:
Basiskompetenzen in Theorie und Praxis

Zur bisherigen Entwicklung systemischen Denkens

Systemisches Denken, systemische Modelle und Theorien haben sich in den vergangenen 60 Jahren sehr lebhaft, und zunächst ganz eigenständig, in sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Fachdisziplinen entwickelt und sich über ihre Fachgrenzen hinaus gegenseitig beeinflusst. Wurzeln der systemischen Theorieentwicklung können u. a. in der Biologie, der Medizin, dem radikalen Konstruktivismus, der Kommunikationstheorie, der Kybernetik, der Soziologie und der Wissenschaftstheorie sowie der Familientherapie gesehen werden.

Besonders bemerkenswert ist aber, dass diese interdisziplinäre Entwicklung auch die Grenzen der Wissenschaft nachhaltig überwunden hat. Systemisches Denken hat in den vergangenen vier Jahrzehnten in der vielfältigsten Form Eingang in die Praxis der Organisationsentwicklung, in das Coaching, in Change- und Fusionsprozessen sowohl in der Wirtschaft wie in der Verwaltung gefunden.

Der unübersehbare Erfolg systemischen Denkens und systemischer Modelle in Organisationen ist dabei nicht Folge eines Modetrends, wie sie in der Wirtschaft und in der Praxis immer wieder zu beobachten sind, sondern beruht wesentlich darauf, dass systemisches Denken und daraus abgeleitete Maßnahmen sich in Wirtschaft und Verwaltung durch sehr vielfältige praktische Erfolge nachhaltig bewährt haben.

Die Erfolge des systemischen Denkens gehen im Wesentlichen darauf zurück, dass der systemische Ansatz den Menschen vor allem auch als soziales Wesen berücksichtigt. Bei der Zusammenarbeit von Menschen, sei dies in kleinen oder großen Gruppen, Einzelunternehmen oder internationalen Konzernen, erweist sich das traditionelle linear-kausale Denken, das insbesondere auf der Kopfebene abläuft, als wenig geeignet, um soziale Prozesse zu verstehen und erfolgreich zu beeinflussen.

Veränderungen in Teams, Abteilungen, Unternehmen und Konzernen können in der Praxis nicht mit dem Rechenschieber kalkuliert werden. Sie müssen vom ganzen Menschen und von sozialen Gruppen getragen werden, die in Ihrem Erleben und Verhalten nur zu einem begrenzten Teil sachlicher Analyse und Logik folgen.

Systemisches Denken ist weit näher an der Realität der Arbeitswelt als das traditionelle linear-kausale-, betriebswirtschaftliche Denken, das von der Fiktion des „homo öconomicus“ ausgeht. Aus der systemischen Sicht ist erkennbar, dass Menschen sich nicht linear-kausal sondern zirkulär-kausal beeinflussen. Dies bedeutet das Verhalten und Erleben von Menschen in Gruppen wird durch Erwartungen und Gegenerwartungen, durch wechselseitige Beeinflussung in den Emotionen und Handlungen, durch Aktionen, Reaktionen also durch wechselseitige Rückkoppelung bestimmt.

Grundlegend ist ferner die Erkenntnis, dass sich Menschen immer, auch ohne äußere Vorgaben, in informellen Systemen und Gruppen organisieren. Dabei können diese sozialen Systeme dadurch erkannt werden, dass sie sich nach außen gegenüber ihrer sozialen Umwelt/ihrem sozialen Kontext dadurch abgrenzen, dass sie durch autonome Verarbeitung externer Einflüsse ihr Fortbestehen sichern.

Charakteristisch für solche Systeme oder Gruppen ist also, dass sie auch gegen Einflüsse von außen durch interne Kommunikations- und Verhaltensmuster ihr Fortbestehen sichern und einen überdauernden und zugleich flexiblen Widerstand entgegensetzen können. Externe Einflüsse können soziale Systeme zwar zerstören, sie können aber Systeme, solange diese fortbestehen, nicht in ihren Reaktionen vorherbestimmen (determinieren). Eben aus diesem Grund ist bei allen Maßnahmen die auf tiefergreifende Veränderungen in der Organisation oder in einzelnen Untersystemen abzielen, systemisches Denken wichtig um erfolgreich zu sein

Im Folgenden sollen anhand der Inhaltsbeschreibung der drei Ausbildungsmodule Grundprinzipien systemischer Theorie und Praxis anschaulich werden:

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Ihre Ausbildung in systemischer Beratung:

Basisqualifikationen in Theorie und Praxis

  • 6 volle Ausbildungstage gegliedert in drei Einzelmodule; berufsbegleitend
  • Jeweils pro Modul zwei volle Präsenztage immer Samstag und Sonntag 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Modul I
Theoretische Basisqualifikationen:
Systemisches Denken, systemische Modelle und Theorien

  • Wurzeln systemischer Theorieentwicklung in Kybernetik, Biologie, Soziologie, Medizin und anderen Wissenschaften
  • Zentrale Begriffe und wichtige Prämissen der systemischen Theorie und Praxis:
    Definition, Abgrenzung von System und Kontext, Selbstorganisation und Autopoiese, von außen wenig oder gar nicht festlegbar, autonome Verarbeitung von internen sowie externen Informationen und Impulsen in Systemen
  • Von der linearen Kausalität zur zirkulären Kausalität:
    Aktion, Reaktion, Aktion, Rückkoppelung in sozialen Systemen, in Gruppen und Organisationen, Regeln sowie Kommunikations- und Verhaltensinteraktionsmuster in Systemen
  • Zur Koppelung zwischen System und Außenwelt
  • Soziale Subsysteme, Synergie und wechselseitige Blockierung von Subsystemen
  • der Mensch als Mikrosystem, und als Element von Subsystemen und Systemen
  • die Konstruktion von Wirklichkeit durch das Individuum und durch soziale Systeme

Modul II
Praktische Basiskompetenzen:
Der Werkstattkoffer systemischer Fragen und Maßnahmen

  • Verkrustung und Verflüssigung von Systemen:
    • Zur Hebelwirkung kleiner Änderungen in den Kommunikations- und Kooperationsmustern sozialer Systeme
    • Auswirkung von Einstellungs-und Verhaltensänderungen bei einzelnen Mitglieder auf soziale Systeme
  • Veränderung von Kommunikations- und Interaktionsmustern
  • Adaptionsfähigkeit und daraus resultierende Widerstandsfähigkeit sozialer Systeme gegen Einflüsse von außen/von oben:
    Zu den Vor- und Nachteilen der großen und der geringen Anpassungsfähigkeit von Systemen

Modul III
Anwendungsbeispiele systemischen Denkens und Handelns:
Die Anwendung systemischen Denkens in der Zusammenarbeit von Teams, Abteilungen und Organisation:

  • Anwendung systemischen Denkens in der Beratung von Projektteams, Abteilungen und größeren Organisationen
  • Systemisches Denken und Handeln bei der Einführung und Weiterentwicklung von Qualitätsmanagement und anderen Changeprozessen sowie der Entwicklung von Firmen und Non-Profit-Organisationen
  • zur Auswirkung von Einstellungsänderungen bei einzelnen Mitgliedern und Subsystemen auf soziale Systemen:
  • Ressourcen und Hindernisse:
    • Von der wechselseitigen Blockierung zur Synergie
    • Ressourcen- und Lösungsfokussierung in der Anwendung systemischen Denkens
    • Von der Problemtrance zur Lösungstrance

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Ihre Ausbildung im Qualitätsmanagement

Im folgenden Textteil wird auf die gemeinsam mit der Ausbildung in systemischer Beratung angebotene Ausbildung im Qualitätsmanagement eingegangen. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst auf dem Six Sigma Qualitätsmanagement: Das Six Sigma Qualitätsmanagement hat in der hier angebotenen Ausbildung ein besonderes Gewicht (10 von 13 Ausbildungstagen). Daher wird dieser Bereich besonders ausführlich dargestellt.

Six Sigma Qualitätsmanagement: Ein international akzeptiertes Instrument

Six Sigma entstand 1987 bei Motorola zunächst als eine interne strategische Initiative zur Optimierung des Qualitätsmanagements. Da sich Six Sigma innerhalb von Motorola sehr bewährte, übernahmen immer mehr andere Firmen zunächst in USA später in Europa und weltweit diese Methodik.

Six Sigma gehört heute zu den weltweit erfolgreichsten Verfahren des Qualitäts-Managements. Bereits Anfang der 90-Jahre trat Six Sigma seinen Siegeszug in den USA an. Renommierte US-Firmen wie z.B. General Electric, Texas Instruments, Allied Signal erkannten die Bedeutung von Six Sigma als eine Systematik zur Erreichung der elementaren Ziele eines jeden Unternehmens: Ausrichtung auf die Steigerung des Kundennutzens und der Kundenzufriedenheit. Längst ist die Six Sigma Methodik auch in vielen deutschen Unternehmen etabliert, u.a. Siemens, Continental und Zeiss.

Ursprünglich war das Verfahren auf Produktionsprozesse ausgerichtet. Inzwischen gibt es jedoch viele erfolgreiche Anwendungen bei administrativen Prozessen und im Bereich von Dienstleistungen. Darüber hinaus findet die weiterentwickelte Six Sigma Methodik auch Anwendung bei der Neuentwicklung von Produkten bzw. Prozessen (DFSS).
Die Six Sigma Methode stellt ein klar strukturiertes, regelgeleitetes Vorgehen zur Qualitätssicherung zur Verfügung. Dabei werden Punkt für Punkt Einzelschritte, Prozessketten und ihr Zusammenwirken zunächst analysiert und dann optimiert. Die erfolgreiche Anwendung der Methodik wird anhand festgelegter wissenschaftlich-statistischer Verfahren überprüft. Six Sigma strebt an, die Herstellung von Produkten und das Erbringen von Dienstleistungen nahezu fehlerfrei möglich zu machen. Im Vergleich zu US Firmen werden in Europa mehr die klar strukturierte Vorgehensweise in der Analyse und die daraus Punkt für Punkt abgeleiteten Verbesserungen als elementare Bausteine des Qualitätsmanagements eingesetzt. Seltener wird in Deutschland Six Sigma als Firmenphilosophie genutzt.

Um unseren Absolventen _ innen im Bereich des Qualitätsmanagements eine sehr gründliche und auch neuere Entwicklungen umfassende Qualifikation zu vermitteln wird die bewährte Ausbildung im Six Sigma Qualitätsmanagement durch eine Einführung in das Lean Management und das aktuell zunehmend bedeutsame Agilitäts Management ergänzt. Aus diesem Grund ist die Ausbildung im Qualitätsmanagement in unserem Angebot auf insgesamt 13 Ausbildungstage erweitert. In einem V. Modul, das wiederum 3 Tage umfasst, wird eine Einführung in die Lean Methoden und die Grundprinzipien des Agilitätsmanagements gegeben.

Diese Erweiterung der Ausbildungsinhalte soll unsere Absolventen_innen in die Lage versetzen den Anforderungen an das Qualitätsmanagement in den von ihnen betreuten Bereichen der Produktion und der Dienstleistung flexibel und damit optimal gerecht werden zu können. Dabei ist hervorzuheben, dass Six Sigma, Lean Management und Agilität Management keine Alternativen sind die sich gegenseitig ersetzen können, sondern sich wechselseitig hervorragend ergänzen.
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Lean Methoden: Verschwendungsfrei Werte schaffen

Lean Methoden gehen geschichtlich zurück bis ins 15. Jhdt. als die Republik Venedig Schiffe aus standardisierten Modulen gebaut hat, um dadurch den Flottenaufbau zu beschleunigen. In den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden wegen des Mangels an Ressourcen in der Nachkriegszeit in Japan bei Toyota viele Lean Werkzeuge entwickelt. Die durch Einsatz von Lean-Methoden erzielten Wettbewerbserfolge wurden in der westlichen Welt aufmerksam beobachtet und in den 80iger Jahren am Massachusetts Institute for Technology (MIT), Boston von Jones und Wormack wissenschaftlich untersucht und aufgearbeitet. Inzwischen werden Lean Werkzeuge in vielen Unternehmen und unterschiedlichen Bereichen sehr erfolgreich eingesetzt.
Als wertschöpfend wird in der Lean-Methode alles bezeichnet, wofür der Kunde bereit ist zu bezahlen. Im Umkehrschluss wird alles, wofür der Kunde nicht bereit ist zu bezahlen als nicht wertschöpfend bzw. als Verschwendung angesehen. Bei der Lean Methode geht es also darum, auf eine möglichst sparsame Weise Werte zu schaffen.

In der Ausbildung werden die sieben Arten der Verschwendung vorgestellt, für produktive und administrative Bereiche. Das Konzept des 5S (Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren, Selbstdisziplin & ständiges Verbessern) wird eingehend besprochen und im sozio-kulturellen Zusammenhang betrachtet. Weiterhin werden verschiedene Werkzeuge wie beispielsweise Push-Pull-Prinzipien, Kanban, Heijunka-Board, FiFo, Andon, Poka Yoke, Kaizen besprochen und im Rahmen eines Wertstromdesings in praktischen Übungen angewendet.
Die Ausbildung liefert ihnen das Handwerkszeug Verschwendung in den Prozessen ihres Unternehmens zu identifizieren und im Optimalfall zu eliminieren. Lean und Six Sigma Methoden ergänzen sich hervorragend. Während die Optimierung der Leanwerkzeuge auf das, was zwischen den einzelnen Prozessschritten geschieht abzielt, versetzt Six Sigma sie in die Lage mit den Methoden tief in die Prozesse einzutauchen. In Verbindung mit der systemischen Ausbildung besitzen Sie optimale Voraussetzungen die am Prozess beteiligten Mitarbeiter durch die Veränderungen zu begleiten und Verbesserungen nachhaltig einzuführen.

Das Agilitätsmanagement als eine neue Variante des Qualitäts- und Steuerungsmanagements

Ein wesentliches Merkmal des modernen Wirtschaftslebens ist der extrem schnelle Wandel in Produktions-, Dienstleistungs- und Vertriebsprozessen. Organisationen und Unternehmen brauchen vor diesem Hintergrund auch neue Formen der Qualitätsentwicklung und der Qualitätssicherung.

Eine Folge dieser hohen Ansprüche an die Flexibilität in den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen ist die Entwicklung des Agilitätsmanagements.
Das Agilitätsmanagement hat seine Ursprünge im Bereich der IT-Softwareentwicklung und ist inzwischen auch in ganz anderer Bereiche der Produktion und der Dienstleistung vorgestoßen. Eine zeitgerechte Qualifikation im Bereich des Qualitätsmanagements bedarf nach unserer Überzeugung einer Erweiterung der Perspektive aus der Sicht des Agilitätsmanagements. Dies ist umso mehr notwendig als aus der Sicht des traditionellen Qualitätsmanagements die präzise Festlegung von Produktion, Dienstleistung und qualitätssichernden Maßnahmen von essenzieller Bedeutung ist. Die Erweiterung des Qualitätsmanagements um agiles Denken und Handeln soll dazu beitragen das Einhalten von präzisen Standards mit der notwendigen Offenheit für flexible Maßnahmen zu verbinden.

Six Sigma Green Belt, Lean und Agilitätsmanagement: Aufbau und Konzept der Ausbildung

Die Ausbildung besteht aus drei Komponenten:

  • den 13 Präsenztagen während der fünf Module, in denen die Theorie vermittelt und in gemeinsamen Übungen erprobt wird.
  • Der Bearbeitung eines praktischen Six Sigma Verbesserungsprojekts parallel zur Ausbildung der Methoden. Das Projektthema kommt i. d. R. aus der Organisation der Teilnehmer und wird durch sie als Teilnehmer selber festgelegt.
  • den Treffen in Übungsgruppen zwischen den Ausbildungsmodulen, während denen die Teilnehmer einzelne Themen gemeinsam in eigener Verantwortung weiter vertiefen, Erfahrungen austauschen, einander ihre Projekte präsentieren und diese gemeinsam bearbeiten.

Alle drei Komponenten sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Zertifizierung als Six Sigma Qualitätsmanager_in nach den Richtlinien des ESSC-D.

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Modul I (2 Tage)
Six Sigma Projekte eindeutig definieren und starten: Die Stimme des Kunden hören

  • Six Sigma Hintergründe und Grundlagen erläutern
  • Die Gliederung in DMAIC-Phasen
  • Grundlagen des Projektmanagements benennen
  • Der Projektauftrag, der Steckbrief zum Projekt
  • Das SIPOC-Diagramm, der Prozess aus der Vogelperspektive
  • Die Stimme des Kunden - VOC-Analyse (Voice of Customer)
  • Ursachen-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa-Diagramm)
  • Ursachen-Wirkungs-Matrix (Cause & Effect-Matrix)

Modul II (3 Tage)
Den Prozess messen und begreifen: Die Stimme des Prozesses hören

  • Wir machen uns mit der Software Minitab vertraut
  • Sinn und Ziel von Datensammelplänen
  • Einfache Grundlagen der Statistik
  • Messung als Quelle für Streuung, Verständnis der kontinuierlichen und attributiven Messsystemanalyse (MSA)
  • Die Bedeutung von Vertrauensbereichen und zentralem Grenzwertsatz
  • Wie sicher wollen wir sein, berechnen von Stichprobengröße
  • Wir machen uns ein Bild, grafische Aufbereitung von Messwerten (u.a. Verlaufsdiagramm, Pareto, Streudiagramm, Histogramm, Boxplot)
  • Einfache Regelkartentechnik
  • Wie gut passt der Prozess zu den Kundenanforderungen, Prozessfähigkeiten

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Modul III (3 Tage)
Den Prozess analysieren und verbessern: Die Stimme der Daten hören

  • Gibt es einen Unterschied oder ist das Streuung, Einführung in die Hypothesentests
  • Verschiedene Hypothesentests, z.B. Test auf Normalverteilung, f-, t-, Chi²-Test
  • Korrelations- und einfache Regressionsanalyse für stetige Daten
  • Multi-Vari-Analyse, eine visuelle Analysetechnik
  • Aktive Veränderung: Grundlagen der statistischen Versuchsplanung (DoE)
  • Einführung in Design und Analyse von DoE
  • Entscheidungshilfen bei verschiedenen Handlungsalternativen, hilfreich zur Versachlichung
  • Wie komme ich an neue Ideen, Kreativitätstechniken

Modul IV (2 Tage)
Den Prozess nachhaltig stabilisieren: Die Stimme der Qualität hören

  • Risikobewertung, FMEA für Lösungsrisiken
  • Ist der Prozess jetzt besser, Datenanalyse der Lösung
  • Was muss noch gemacht werden, Maßnahmenplan
  • Formate für Projektabschlussbericht und Standardisierung
  • Was haben wir gelernt, Erfahrungsbericht

WICHTIGER ORGANISATORISCHER HINWEIS
In der Six Sigma Green Belt Ausbildung wird auf die Statistik Software Minitab zurück­gegriffen und mithilfe dieser Software werden auch viele Übungen und Beispiele gerechnet. Um vollumfänglichen Nutzen aus der Ausbildung ziehen zu können, ist es erforderlich, dass sie als Teilnehmer ein Notebook mit der Software Minitab zur Ausbildung mitbringen. Falls Interesse daran besteht können günstige Bezugsquellen bei uns erfragt werden.

Modul V (3 Tage)
Lean Methoden und Agilitätsmanagement

Lean Management

  • Ursprünge des Lean Managements in den USA und insbesondere in Japan (Toyota)
  • Prinzipien des Leanmanagements:
    • Kundenorientierung,
    • interne und externe Dezentralisierung
    • interne und externe Simultanisierung,
    • kontinuierliche Qualitätsverbesserung bei
    • konsequenter Kostensenkung
  • Die sieben Arten der Verschwendung in produktiven und administrativen Bereichen
  • Das Konzept des 5S Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren Selbstdisziplin & ständiges Verbessern/Kaizen
  • Wichtige Lean Werkzeuge: Push-Pull-Prinzipien, Kanban, Heijunka-Board, FiFo, Andon, Poka Yoke
  • Praktische Anwendung der Lean Werkzeuge bei einer Übungsanwendung des Wertstromdesings

Agilitäts Management

  • Wurzeln von Agilität und Scrum in der IT
  • Prinzipien von Scrum und Agilitäts Management:
    • Eigenverantwortlichkeit und Selbstorganisation der Teams
    • Rasche und funktionale Zwischenergebnisse
    • Iteratives Vorgehen
    • Transparente und flexible interne Kommunikation
    • Rasche Entscheidungen auf der Führungsebene

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Das Ziel der Six Sigma, Lean- und Agilitätsausbildung in Verbindung mit der Ausbildung in systemischer Beratung zum Systemischen Qualitätsmanager:

Die bisher einzigartig kombinierte Ausbildung stattet die Teilnehmer mit einem umfangreichen Instrumentarium an Analyse- und Umsetzungsmethoden aus, um die zukünftigen Herausforderungen des Qualitätsmanagements in Fertigung, Verwaltung und Dienstleistung erfolgreich zu meistern. Eine inhaltlich sehr umfassende Ausbildung ist, wie weiter unten noch begründet wird, umso wichtiger, als die Komplexität der Erbringung von Dienstleistungen und der Produktion von Jahr zu Jahr wächst. D. h., dass in der Arbeitswelt Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität, in der aktuellen Managementlehre unter dem Begriff VUKA / VUCA zusammengefasst, immer mehr zunehmen.

Das hier vorgestellte integrative und umfassende Angebot für die Qualifikation zum(r) systemischen Qualitätsmanager_in ist daher in der VUKA / VUCA - Welt eine "just in time" Antwort auf die extrem gestiegene Komplexität von Produktions- und Dienstleistungsprozessen in Wirtschaft und Verwaltung!

Zielgruppe

Die Six Sigma Green Belt, Lean und Agilitäts Management Ausbildung richtet sich an alle, die es als ihre Aufgabe betrachten in Ihrem Arbeitsbereich ein effizientes Qualitätsmanagement, eine methodische und systematische Prozessverbesserung zu etablieren. Die theoretischen Grundlagen werden im Detail vermittelt und in praktischen Übungen umfassend trainiert. Es sind keine statistischen Kenntnisse erforderlich.

Umfang und Vermittlungstiefe der Six Sigma Green Belt Ausbildung am INeKO Institut der Universität zu Köln basieren auf den Qualitätsrichtlinien des Europäischen Six Sigma Club (ESSC-D, weitere Informationen hierzu unter www.sixsigmaclub.de).

Theoretische und praktische Vorzüge einer Verbindung der Ausbildung in systemischer Beratung und in Six Sigma, Lean und Agilitäts Qualitätsmanagement

Die Six Sigma Methodik hat in den vergangenen Jahrzehnten zweifellos eine ebenso überzeugende Erfolgsgeschichte geschrieben, wie das Lean Management. In den letzten Jahren hat auch das Agilitäts Management zunehmend an Bedeutung gewonnen. Bereits die Verbindung dieser drei Ansätze verspricht einen erheblichen Mehrwert für das Qualitätsmanagement, denn in einem modernen Qualitätsmanagement muss ein optimaler Spagat zwischen Standardisierung und Flexibilisierung gelingen.

Nach unserer Auffassung kann aber auch ein so erweitertes Qualitätsmanagement sein volles Potenzial vor allem ergänzt durch Kompetenzen in systemischer Beratung entfalten!

Diese Aussage soll im Folgenden erläutert werden:
Seit längerem nimmt im Qualitätsmanagement die Prozessverbesserung einen breiten Raum ein. Das Qualitätsmanagement ist längst nicht mehr auf die Fertigungsbereiche begrenzt. Heute werden auch die administrativen Prozesse der fertigenden Industrien, Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Verwaltungen auf mögliche Verbesserungen untersucht. Der Dienstleistungsbereich ist mit einem 69%-Anteil an der Bruttowertschöpfung (2015) in Deutschland der stärkste Bereich.

In allen genannten Bereichen ist die Komplexität gestiegen. Insbesondere die folgenden zwei Faktoren haben dazu geführt:

  • Die stärkere Verzahnungen durch globale Kunden-Lieferanten-Ketten und strengere gesetzliche Anforderungen
  • In Kombination mit zunehmendem Wettbewerbsdruck auf nationaler und internationaler Ebene

Durch diese Veränderungen haben sich viele neue Einsatzgebiete für das Thema der Prozessverbesserung in allen genannten Bereichen geöffnet. Bei der Prozessverbesserung ist allerdings wegen der zunehmenden Komplexität der Prozesse die Beschränkung auf eine linear-kausale Perspektive häufig nicht mehr zielführend.zurück nach oben

Sinnvoll erscheint daher nicht nur eine Erweiterung von Six Sigma Management und Lean Management durch das Agilitäts Management sondern auch eine Ergänzung der Kompetenzen von Qualitätsmanagern_innen durch systemisches Wissen und Können. Die Erweiterung von Analyse- und Optimierungsmaßnahmen durch die systemische Perspektive bei der die beteiligten sozialen und technischen Systeme und Subsysteme in ihrer (synergetischen), wechselseitigen positiven und negativen Beeinflussung in den Blick genommen werden. In diesem Umfeld ist es vorteilhaft, mit systemischer Perspektive lösungsorientiert an das Thema der Prozessverbesserung heranzugehen. Hierdurch können in der intensiven Zusammenarbeit mit den Prozessoptimierungsteams deutlich schneller positive Ergebnisse erarbeitet und in den Organisationen und Fertigungsprozessen eingeführt werden.

Lösungsorientierung im systemisch-konstruktivistischen Zusammenhang bedeutet die klare Ausrichtung auf vorhandene Ressourcen im System und den erwünschten Zielzustand. In der Lösungsorientierung steht der Zugewinn für das System bei Erreichen des erwünschten Zielzustands im Vordergrund - nicht die Beseitigung des Problems. Dies macht bei der Analyse und der Umsetzung von Lösungen zur Qualitätsverbesserung einen großen Unterschied.

Der moderne Prozessoptimierer und Qualitätsmanager benötigt für einen erfolgreichen Einsatz seines Könnens zusätzliche Ausbildung und Erfahrung in Grundprinzipien des systemischen Coachings, der Organisationsentwicklung und der theoretischen Hintergründe des Change Managements. Ein rein technisch-ingenieurwissenschaftlicher Hintergrund ist bei den komplexen Prozessen, in denen es häufig um Gelingen und Misslingen der Kommunikation zwischen Teamleiter und Team, Abteilungen, Vertrieb und Kunden geht, nicht mehr ausreichend. Das klassische Qualitätsmanagement greift hier zu kurz, auch wenn eine solide Qualifikation in diesem Bereich nach wie vor eine Schlüsselqualifikation für die Verbesserung des Qualitätsmanagements in Produktion und Dienstleistung bleibt. Im Umkehrschluss gilt natürlich auch, dass der geschulte systemische Coach und Organisationsentwicklungsberater als Prozessoptimierer deutlich kompetentere Beiträge leisten kann, wenn er über den - nachgewiesen erfolgreichen - Werkzeugkoffer der Six Sigma, Lean, Agilitätsmethodik verfügt.

Die verschiedenen Formen des Qualitätsmanagements insbesondere das Six Sigma und das Lean Qualitätsmanagement haben in den vergangenen Jahrzehnten zweifellos - jeweils auf sich allein gestellt - eine überzeugende Erfolgsgeschichte geschrieben. Das Agilitäts Management hat sich im IT Bereich bewährt und findet aktuell zunehmend Eingang in andere Bereiche von Produktion und Dienstleistung. Die Verbindung der unterschiedlichen Formen des Qualitätsmanagements und der systemtheoretischen Perspektiven sowie systemtheoretisch begründeten praktischen Maßnahmen bietet ein noch größeres Verbesserungspotenzial.
Das Qualitätsmanagement, das primär auf die Verbesserung des klassischen Produktionsprozesses in der Industrie ausgerichtet war, hat seine Ursprünge im traditionellen, linear-kausalen-Denken. Das bedeutet beispielsweise, bei der Beobachtung einer Veränderung wird nach einer oder mehreren Ursachen gesucht. Sind die Ursachen identifiziert, können sie je nach Bedarf abgeändert werden. Durch dieses Denken können auf der Ebene von technisch-linearen Produktionsprozessen optimale Ergebnisse erzielt werden. Daher hat das klassische Qualitätsmanagement seine Ursprünge im technisch-physikalischen Bereich der Fertigung oder neudeutsch auf dem „shopfloor“. Vor diesem Hintergrund ist auch die stark linear-kausale Ausrichtung der modernen Prozessverbesserungswerkzeuge zu verstehen. Diese Werkzeuge wurden vor diesem technischen Produktionshintergrund, und für diesen, entwickelt.zurück nach oben

Die bisher einzigartig kombinierte Ausbildung mit systemischen Denken, Six Sigma, Lean-Methoden und Agilität/Agility stattet die Teilnehmer mit einem umfangreichen Instrumentarium an Analyse- und Umsetzungsmethoden aus, um die zukünftigen Herausforderungen des Qualitätsmanagements in Fertigung, Verwaltung und Dienstleistung erfolgreich zu meistern.

Typisch für soziale Gruppen/Systeme ist, dass sie ihr Fortbestehen durch stabile aber zugleich auch flexible interne Interaktionsmuster zwischen den Elementen des Systems (den Angehörigen des Systems), und durch die systemsichernde Koppelung mit externen Bedingungen, sichern.

Die wechselseitige–zirkuläre Beeinflussung in sozialen Gruppen/Systemen erklärt warum Interaktionsmuster innerhalb des Systems für das Verhalten, und auch die Leistung, von Menschen bedeutsamer sind als individuelle Charaktereigenschaften.

Systeme können sich gegen den von außen vorgegebenen Druck sich zu ändern, in der Regel sehr erfolgreich immunisieren:

Aufgrund der autonomen Verarbeitung externer Impulse im System und wegen der für Systeme charakteristischen Fähigkeit auf Veränderungen ihrer Umwelt so flexibel zu reagieren, dass die Existenz des Systems soweit nur überhaupt möglich erhalten bleibt.

Exakt dieses flexible Beharrungsvermögen führt in der Regel zu einer sehr wirkungsvollen Widerstandsfähigkeit von Systemen und Subsystemen gegenüber Changeprozessen.

Auch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems ist ein solcher Changeprozess. Die erfolgreiche Einführung eines Qualitätsmanagementssystems kann daher durch Systemkompetenzen der Qualitätsmanager_innen nachhaltig unterstützt werden. Denn auch das beste Qualitätsmanagementsystem kann in einer Organisation nur dann sein volles Potenzial entfalten, wenn dies bei der Einführung beachtet wird. Letztlich erhöht dies auch die Chance, dass die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich ins Boot geholt werden können und hinter den für das Qualitätsmanagement notwendigen Maßnahmen und Veränderungen stehen.

Die Entwicklung in Produktion und Dienstleistung ist durch das hohe Tempo der wirtschaftlichen Veränderungen und die zunehmende Komplexität der Prozesse so sehr geprägt, dass in der Managementlehre bereits von einer VUKA / VUCA - Welt, also einer Arbeitswelt deren Rahmenbedingungen, wie oben bereits erwähnt, durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambivalenz gekennzeichnet sind, gesprochen wird.zurück nach oben

Projektarbeit

In den Ausbildungsmodulen haben sie regelmäßig die Gelegenheit den aktuellen Stand ihres Projektes vorzustellen. Hierdurch haben sie die Möglichkeit, ihre Präsentationsfähigkeiten in einem geschützten Raum zu üben, was der Idee des sanften Lernens entspricht. Die in den Ausbildungseinheiten vermittelte Theorie ergänzt stufenweise den Werkzeugkoffer, sodass Sie zwischen den Modulen effizient praktisch am Fortschritt ihres Projektes arbeiten können.

Der Anwesenheits-Ausbildungsteil schließt mit einem Gelegenheiten-Tag (an dem Sie Gelegenheit haben, Ihre neu erworbenen Kompetenzen zu zeigen) ab. Dazu gehört an diesem Tag auch eine schriftliche Prüfung im Multiple-Choice-Verfahren. Die Prüfungsbestätigung (ohne Benotung) ist Teil des Zertifikates.

Zertifizierung Sie erhalten nach erfolgreicher Abschlusspräsentation ein Zertifikat des „Instituts für die Entwicklung personaler und interpersonaler Kompetenzen" (INeKO) an der Universität zu Köln unter der Benennung der Ausbildungsschwerpunkte und der erbrachten Leistungen.

Da die Ausbildung auf den Zertifizierungsrichtlinien des Europäischen Six Sigma Club basiert, trägt das Zertifikat zusätzlich das Logo des ESSC-D. Sollte die dritte Komponente der Ausbildung, das eigene Six Sigma Projekt, im Einzelfall nicht Bestandteil der Ausbildung gewesen sein, kann dennoch eine Teilnahmebestätigung ausgestellt werden.

Leitung der Ausbildung:

Univ.-Prof. Dr. Egon Stephan

Dozenten:

Michael Kierdorf (Six Sigma und Lean)
Eckhard Freudenberger (Six Sigma und Lean)


In begrenztem Umfang kann es, bei inhaltlicher Passung, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Dozenten zu Änderungen bei den Dozenten oder der Anordnung der Module kommen.